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14.11.2009 07:12h, 0 Kommentare

Heute bekam ich eine Bestellung für ein Coq au vin. Ich wusste, dass ich jetzt einem ganzen Poulet das Fell(haut) abziehen muss, aber was damit passiert, hatte ich keine Ahnung. Habe mal nachgeschaut um näheres rauszufinden.
Als Ursprungsregion des Gerichts gilt in den meisten Standardwerken der französischen Küche das Burgund und somit der Coq au vin de Bourgogne als klassische Zubereitungsart. Auch wenn viele Varianten der Zubereitung bekannt sind, gibt es doch ein paar Einschränkungen, die beachtet werden wollen, wenn ein klassischer Coq au vin zubereitet werden soll.
- „Coq“ heißt „Hahn“ und nicht etwa „Legehuhn“ („poule“) oder „Hühnchen“ („poulet“). Alle Originalrezepte verlangen einen Hahn (am besten einen einjährigen), der etwa 3 Kilogramm schwer sein soll. Selbst in guten französischen Restaurants haben heute in der Regel (Freiland-)Hühner den Hahn ersetzt. Hähne sind selbst auf gut sortierten Märkten nur schwer erhältlich. Eine Notlösung stellt der fette „chapon“ (Kapaun, ein junger kastrierter Hahn) dar.
- Es soll ein ganzes Tier zubereitet werden und nicht etwa nur Schlegel.
- Neben Wein sehen die klassischen Rezepte zwingend die Verwendung von (regionalen) Spirituosen vor. Im burgundischen Originalrezept ist dies folgerichtig Tresterbrand (Marc de Bourgogne).
- Der Hahn soll auf keinen Fall in minderwertigem Wein zubereitet werden. In der Regel soll zur Zubereitung derselbe Wein verwendet werden, der auch zum Essen getrunken wird.
- Zum Coq au vin wird traditionell Baguette gegessen.